Die Highlights in Bildern
Die besten Bilder von TACHELES 2025: Schauen Sie zurück auf einen Abend mit vielseitigem Programm, Gala-Dinner und tollen Gästen in atemberaubender Atmosphäre! Wir bedanken uns vielmals bei rund 250 Gästen und 22 Partnern.
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„Man müßte“, reicht einfach nicht (mehr)!
Frei nach dem Motto „Machen ist wie Wollen, nur besser“ wurde gestern Abend anlässlich „Tacheles 2025, der Investmenttalk“ deutlich, warum es weder mit Blick auf die Finanzbildung (Diskussion 1) noch auf die Reformierung und Modernisierung unseres Staatswesens (Diskussion 2) bei Konjunktiven und Symbolpolitik bleiben darf, denen keine Taten folgen. Wie formulierte es der FDP-Parteivorsitzende Christian Dürr doch so schön: „Das Problem sind nicht Samstage und Sonntage, an denen viele Politiker oftmals richtige und zukunftsweisende Dinge fordern, sondern die Montage und der Rest der Arbeitswoche, in denen den Ankündigungen wenig bis keine Taten folgen – nicht selten sogar fast gegensätzliche Beschlüsse mitgetragen werden.“
Aber der Reihe nach. 280 Gäste waren unserer Einladung von Drescher & Cie. zum traditionellen Galadinner in das Grandhotel Petersberg gefolgt. Sie erfreuten sich am Vorabend des alljährlichen „Petersberger Treffens“, das vielen Branchenteilnehmern als inoffizieller Abschluss des Veranstaltungskalenders der Fondsbranche gilt, in festlicher vorweihnachtlicher Atmosphäre eines spannenden Programms und vieler persönlicher Gespräche mit Kollegen.
Unter dem Titel „Finanzbildung: Es gibt viel zu tun – wie packen wir es an?“ diskutierten die Journalistin und Podcasterin Heike Bangert (Focus Money), der Vermögensforscher und Zukunftspsychologe Prof. Dr. Thomas Druyen, der Corporate Content Creator Jürgen Schmitt (Deutsche Bank) und Verena von Hugo, Vorständin der Flossbach von Storch Stiftung und Vorsitzende des Bündnis Ökonomische Bildung, den Finanzbildungsgrad der Deutschen. Diesen wird gemeinhin gerne einmal eine hohe Sparquote, aber ein schlechtes Informationsniveau bis hin zum Finanzanalphabetismus unterstellt. Im Verlauf der Runde wurde deutlich, warum sich derartige Pauschalaussagen verbieten und wie sehr die Finanzbildung des Einzelnen von Faktoren wie Milieu, Höhe des Vermögens und Einkommens, ja sogar dem Geschlecht beeinflusst wird. Dessen ungeachtet sehen die vier großen Aufklärungsbedarf breiter Bevölkerungsschichten – und hier vor allem den Staat – in der Verpflichtung, die Finanzbildung über schulische Maßnahmen, flankiert von Initiativen der Wirtschaft, die einem Kodex folgen sollen, zu fördern. – Wir haben ein Umsetzungsproblem, kein Erkenntnisproblem. Wer sich das in den letzten Jahren bereits etwas verbesserte Bildungsniveau an das sprichwörtliche Revers heften darf, blieb offen. Wenngleich man sich darauf verständigen konnte, dass unter anderem Finfluencer und die über viele Jahre hausierenden Aktienbörsen dabei eine Rolle gespielt haben könnten. Wie die TED-Abstimmung gegen Ende der Diskussionsrunde zeigte, sehen mehr als 70 Prozent der anwesenden Finanzdienstleister und Investoren für sich in einem verbesserten Finanzbildungsniveau der Deutschen einen Vorteil im Umgang mit dann kompetenteren Kunden, qualifizierteren Anlageentscheidungen und längeren Geschäftsbeziehungen. Wenn da mit Blick auf die dem Verbraucher immer häufiger assistierende KI sowie den Preis- und Leistungsdruck mal nicht der Wunsch der Vater des Gedankens war.
In der zweiten Diskussionsrunde versuchten sich Michael Bröcker, Chefredakteur bei Table Media, der Parteivorsitzende der FDP, Christian Dürr, und der Chefökonom von Lazard Asset Management in Deutschland, Werner Krämer, an einer ersten Leistungsbilanz der inzwischen schon gar nicht mehr so neuen Bundesregierung. Von einem ausgestellten Armutszeugnis und großen inhaltlichen und auch persönlichen Enttäuschungen gilt es aus dem Diskussionsverlauf zu berichten, von einer „Schlimmer-geht-immer-Erfahrung“ im Zuge des Regierungswechsels und einer Hassliebe innerhalb einer Schicksalsgemeinschaft, die sich „Koalition“ nennt. Ein Hauch von Weimar sei zu verspüren und ein Vergleich leider schon von daher nicht ganz abwegig, als die politische Mitte – damals wie heute – nicht bereit gewesen sei, sinnstiftende Kompromisse einzugehen, was die Ränder des Parteienspektrums erstarken ließ. – Auch Minderheitsregierungen sind in Deutschland vor diesem Hintergrund leider nicht mehr auszuschließen, und deren Erfolg ist fraglich. Lichtblicke machten die drei allein von daher aus, als es gelungen sei, die eine oder andere Empfehlung der Initiative für einen handlungsfähigen Staat in den Koalitionsvertrag zu übernehmen und an deren Umsetzung zu arbeiten. So entstand beispielsweise das neue Ministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung mit einem parteilich ungebundenen Fachmann an der Spitze.
Wollte man einen salomonischen Schlussstrich unter den Abend ziehen, empfiehlt sich hier vielleicht ein weiteres Dürr-Zitat: „Wir müssen aushalten, dass nicht alles perfekt ist, und dabei ständig an Verbesserungen arbeiten … Die Bevölkerung ist veränderungswilliger, als von den Politikern oftmals der Anschein erweckt wird.“ Hoffen wir es!

Idee & Anspruch
Wer Tacheles redet, spricht Klartext, kommt ohne Umschweife auf den Kern der Sache und schreckt auch vor unbequemen Wahrheiten nicht zurück.
Dem Wortsinn verpflichtet, richten wir bereits seit 2010 jeweils am Vorabend des PETERSBERGER TREFFEN das Format "TACHELES - das Investmentgespräch" aus. Die Gäste erleben im Rahmen einer entspannten Atmosphäre eine Veranstaltung, die in dieser Form in der Investmentindustrie einzigartig ist. Im Steigenberger Grandhotel diskutieren die Vertreter der Fondsbranche und ihrer Verbände in eleganter Atmosphäre ungeschminkt die wichtigen Themen von Morgen mit Repräsentanten aus Politik und Medien. Die Moderation des Abends erfolgt durch DRESCHER & CIE.

Medienpartner
Wir danken dem Videomagazin INVESTMENT CHANNEL für die erneute Zusammenarbeit bei TACHELES - DAS INVESTMENTGESPRÄCH



































